RitteRückblick

Mit den TITANEN DER RENNBAHN on Tour

Von Viola Köhler

Ich bin mit den TITANEN DER RENNBAHN on Tour…2300 km bis Weliki Novgorod wollen wir schaffen,um eine Friedensglocke dorthin zu bringen. Wir passieren 6 Länder. Die Reaktion der Menschen ist unglaublich beeindruckend. Sie lachen und weinen vor Freude. Über die Pferde kommen wir mit den Menschen in Kontakt und haben gute Gespräche. Niemand hat daran geglaubt dass wir in das Gebiet Kaliningrad kommen. Wir haben alle Hüden genommen und wurden sehr herzlich empfangen.

Entspannen vor dem Anspannen hat unser Pfarrer das Bild von mir untertitelt. Aber nach dem Ausspannen ist vor dem Einspannen.
Fast täglich rollt der Treck weiter von Brück bis Weliki Novgorod. 48 Tage lang möchte ich den Treck begleiten. Von Berlin bis Riga.

Ich bin leidenschaftliche Wanderreiterin und Fahrerin…Als ich von der Mission MIT PFERDEN FRIEDEN BRINGEN gelesen habe, war ich sehr begeistert. Und als ich dann in der Zeitung gelesen habe, dass  noch Gespann Fahrer für den Treck gesucht werden, habe ich mich dafür beworben, da ich in Besitz des sogenannten Kremserschein bin.
Zu Hause fahre ich einen Traber und 2 deutsche Reitponys. Da kann das Fahren von Kaltblüter im Konvoi nicht so schwer sein, habe ich mir gedacht.
Aber die Kaltblütiger aus Brück, bekannt durch TITANEN DER RENNBAHN sind allesamt Spitzensportler und Powerpakete! 
Die haben mit gemütlich vor sich hin latschenden Brauereipferden nichts gemein.

Auch die historisch nachgebauten Planwagen sind nicht so einfach zu steuern…Das Fahren im Konvoi ist sowieso sehr schwer und der heutige Straßenverkehr ist auf diese Art des Reisens nicht mehr ausgerichtet…Aber die Reaktion der Menschen ist beeindruckend! Überall auf unseren Wegen stehen begeistert winkende freundliche Menschen! 
Spontan werden wir mit Kuchen, Wasser und Äpfeln für die Pferde beschenkt.

Am Ankunftsort bereiten uns die Menschen überall einen herzlichen Empfang..oft rückt die örtliche Feuerwehr an, um die staubigen Pferde abzuspritzen.

Danach überreicht unser Pfarrer die Glocke und wir brechen das Friedensbrot.
Abends werden wir spontan zum Essen eingeladen. Es wird für uns frisch gekocht. So lernen wir die heimische Küche mit Bigosh und Zurek kennen und lieben. Spontan bietet man uns auch ein Nachtquartier an. Die polnische Gastfreundschaft ist schier grenzenlos.!

Bewusst fahren wir auch in größere Städte wie zum Beispiel nach Marburg, um viele Menschen mit unserer Botschaft zu erreichen..
Die Polizei gibt uns dann Begleitschutz, denn das Wohl der Pferde steht immer an oberster Stelle.

Der Rhythmus der Pferde bestimmt auch unseren Tagesablauf: 
Morgens stehen wir um 6:00Uhr, manchmal auch schon um 5:00Uhr auf,um die Pferde zu füttern. Unterwegs gibt es mindestens zwei Pausen zum Tränken, Füttern und zur Erholung der Pferde. Abends werden die Pferde gewaschen, mit Heu und Kraftfutter versorgt und in von uns gebaute Koppeln in die wohlverdienten Pause entlassen. Zusätzliche Pausentage werden zur Pflege der Geschirre , zum Beschlagen der Pferde und zur Erholung der Fahrer genutzt.

Am schönsten und wichtigsten sind aber die Kontakte zu unseren Gastgebern und zur Bevölkerung. 
Schon beim Ausspannen kommen kommen die Familien und stellen uns Fragen zu unseren Pferden Pferden.

 Mit Pferden Frieden bringen-diese Mission funktioniert!

 Der Frieden beginnt mit den persönlichen Kontakten der Menschen untereinander und die Pferde sind der beste Vermittler! 
Ich bin stolz, bei so einer wichtigen Mission dabei sein zu dürfen und freue mich auf jeden weiteren Tag und auf die Menschen, denen ich noch begegnen werde…