VFD BB Jugendcamp 2026
Text zusammengestellt von Juliane Walter
Bilder von Juliane Walter
Was braucht man mehr als Pferde, Vollpension, Hund und Camper oder Ferienzimmer?
Richtig – gar nichts!
Neun Kinder und Jugendliche haben Ende Juli eine Woche auf dem Kayserhof Schünow verbracht und mit ihren oder geliehenen Pferden, den ansässigen Hühnern, Katzen, Hunden, Alpakas, Eseln, Hängebauchschweinen, Wellensittichen und Meerschweinchen eine tolle Woche verlebt.

Die Teilnehmer haben ihre Pferdchen selbst versorgt, wir konnten die Pferde und das Heu wiegen und so die reale mit der theoretische Fütterung vergleichen. Das Programm und die Pferdeversorgung wurde natürlich dem Wetter angepasst, welches zwischen perfekt und 37°C schwankte.
Auf der „Rennbahn“, dem Trailplatz, dem Roundpen und im Gelände lernten alle viel dazu und wuchsen zusammen:
„Wir haben diese, wie auch letztes Jahr mit der Garrocha gearbeitet. Das ist eine lange Stange, die man in einer Hand hält und z.B. im Zirkel darum reitet. Meine Stute Bonita hat es diese Jahr viel besser gemacht, sodass wir sogar auf dem kleinen Zirkel galoppieren konnten.“ (Lena)
„Für mich war besonders das Ausreiten schön, da mein Pferd total entspannt war und ich sogar mit Knotenhalfter ausreiten konnte.“ (Lotta)

„Ganz besonders schön wurde das Camp für mich durch die harmonische Atmosphäre innerhalb der Gruppe und die vielen Kartenspiele in den Pausen. Ich hatte gar nicht das Bedürfnis, mich in mein Zimmer zurückzuziehen.“ (Tami)

„Meine schönste Erinnerung war, dass ich mein Pony zum ersten Mal in seinem Leben mit Knotenhalfter geritten bin. Wir haben auch die Garrocha ausprobiert und es hat richtig gut geklappt.“ (Anna)
„Beim Liberty (freies Spiel) konnte ich eine starke Verbindung zu meinem Pferd aufbauen. Das war ein richtig gutes Gefühl und ich denke, dass er mir vertraut.“ (Ida)

„Ich habe ganz viel Trab geübt und wir sind gut zusammen gekommen. Inzwischen kann ich auch die Knoten am Knotenhalfter schon ganz allein. Außerdem sind wir zu einem Pausenplatz geritten, wo wir Haselnusseis essen konnten. Und wir hatten viel Spaß zusammen auf dem Trampolin.“ (Mia)

„Ich fand die Rennbahn sehr toll: wir durften die Pferde lang lassen und sie haben sich ihr Tempo selbst gesucht. Darüber hinaus haben wir mit meinem Pony Gajus satteln geübt. Vorher hatte er Angst davor, nun geht es super.“ (Thilda)
„Wir waren mehrmals am Teich und einmal haben Tami und Elea mich hoch geworfen, sodass ich Saltos gemacht habe. Das war mein magic Moment.“ (Timon)

„Ich fand es richtig cool, dass mir gezeigt wurde, wie man das Knotenhalfter zu einer Zäumung mit Zügeln umbauen kann. Außerdem hat es am Teich mit den anderen und dem Hund Koda richtig Spaß gemacht. Wir sind mit Koda um die Wette geschwommen und haben Tricks gemacht. Es war sooooo lustig mit ihm.“ (Elea)
Jasmin hat mit zwei Ponys und ihrem Hund Koda die Gruppe unterstützt und direkt bei den Pferden gecampt: „Morgens bin ich praktisch direkt auf den Paddock gefallen und wurde mit freundlichem Gebrubbel begrüßt. In den Pausen war es ein Genuss einfach mal im Campingstuhl die Seele baumeln zu lassen und die Pferde zu beobachten. Nach einem ereignisreichen Tag mit Action und Ponypower bin ich am Abend mit Schnauben und „Gequatsche“ der Pferde friedliche eingeschlafen. Mein Hightlight war, dass mein Hund Koda sich mit Blick auf unsere gemeinsame Ausbildung zur tiergestützten Therapie super mit den Kids und Teens bewährt hat.“ (Jasmin)
Nicole, Jule und Judith haben als Erwachsene das Camp betreut, bekocht und die Teens trainiert. Judiths Fazit von der Woche: „Manche von euch waren ja schon mehrmals dabei und es ist ganz toll zu sehen, wie ihr jedes Jahr mutiger geworden seid. Jetzt traut ihr euch und vor allem euren Pferden schon so viel mehr zu!
Da konnten die Pferde ganz entspannt mitmachen: Sogar der Galopp in
fremdem Gelände zusammen mit anderen fremden Pferden hat wunderbar und sicher funktioniert. Echt MAGIC. Ganz großartig fand ich weiterhin, wie ihr so selbständig die Tiere versorgt habt.
Und ganz krass: Ich hab euch kaum am Handy gesehen. Karten spielen. Lesen, Chillen, Singen, Baden…alle zusammen (von 9 bis 18 Jahre alt) ….mega… Oft wird eure Generation als Socialmedia-Junkies abgestempelt, aber davon war hier nichts zu sehen! Wir freuen uns auf euch im nächsten😁 Jahr!!!“